Bewusstes Nichtstun – Wie Du durchs Faullenzen schneller an deine Ziele gelangst

Ich werde dir gleich eine Frage stellen, die in unserer heutigen Zeit nahezu an Wahnsinn grenzt. Diese Frage in unserer Gesellschaft zu stellen, beinhaltet das Risiko ausgegrenzt zu werden. Das eigene Wahlrecht beim nächsten Schützenfest zu verlieren. Ich tue es trotzdem, wage mich! Ich muss total verrückt geworden sein:

„Wann hast Du das letzte Mal NICHTS getan?“

Hör mir auf, denkst Du dir gerade bestimmt. Wie kannst Du nur Markus? Wenn ich mich jemals irgendwo auf deiner Seite angemeldet habe, lösche ich gleich sämtliche E-Mail-Accounts. Nur um ganz (ganz) sicher zu gehen, dass Du mir nie wieder schreibst. Irgendwo gibt es auch Grenzen.

Das Traurige an dieser Stelle ist, dass ich selbst beinahe jeden Tag mit mir und meiner Zeit kämpfe. Ich bin ein sehr unruhiger Mensch, meistens in Gedanken bei der nächsten Gelegenheit Heldendrang besser zu machen. Etwas zu verändern, heldenhafter zu sein. Ans Nichtstun oder Abschalten denke ich so gut wie nie. Leider 🙁

Meine Gedanken treiben mich durch den Tag. Und ja, ich fühle mich manchmal ratlos..

Als ich das Video für diesen Beitrag aufgenommen habe, war es das erste Mal seit langer Zeit, dass ich mich mal wieder intensiver mit diesem Thema auseinandergesetzt habe. Meine Unruhe hielt mich zuvor davon ab. Die Unruhe vor der Ruhe sozusagen.

Es ist nicht nur unsere Gesundheit, die unter dem ewigen Gedankenwirrwarr leidet. Unsere Unfähigkeit uns Pausen zu gönnen, bringt uns nicht nur stetig an, sondern oftmals weit über unsere Grenzen.

Aber warum zur Hölle erkennen wir das erst, wenn es meistens bereits zu spät ist?

Solange wir gesund sind, interessiert uns unser Körper und Geist meist nicht die Bohne. Oftmals untermauern wir mir entschlossenen Aussagen zwar das Gegenteil, am Ende ist es dann aber wieder die nächste Überstunde und am nächsten Morgen der müde Blick auf den Wecker nach 5 Stunden Schlaf.

„Kurzfristig zerstört starke Geschäftigkeit die Kreativität, die Selbsterkenntnis und das emotionale Wohlbefinden, und sie kann das Herz-Kreislauf-System schädigen“. Dies ist die niederschmetternde Antwort von dem anerkannten Kognitionswissenschaftler Andrew Smart auf die Frage, wohin uns unserer Dauerbrennen am Ende führt.

Chronische Geschäftigkeit ist schlecht für unser Gehirn und schadet uns demnach auf lange Sicht erheblich.

Die Lizenz zum Faulenzen – Der Weg zu langfristigem Erfolg und Gesundheit

Unser Gehirn braucht erwiesenermaßen Phasen der absoluten Ruhe und des Nichtstuns. Um neurale Verknüpfungen neu aufzubauen, sind genau diese Momente des Abschaltens und Tagträumens der ideale Zustand.

Solange unser Gehirn nicht anderweitig beansprucht wird, versetzt es sich automatisch in einen sinnvollen und höchst aktiven Zustand. Allerdings bekommen wir das bewusst kaum mit, sprich wir verwenden dafür kaum Energie. Unbewusst hingegen geht die reinste neurale Party dort oben ab!

Einfach mal Nichtstun ist kein Luxus. Es bildet die Basis für deine Produktivität

Nach dem letzten Satz habe ich gestern aufgehört zu schreiben. Ich bin mit meiner Freundin raus gefahren in die Natur. Wir waren in den Bergen wandern.

Wenn Du selbst Blogger bist, oder Vlogger, oder wie man uns und das, was wir tun nun mal nennen mag, dann wirst Du selber bestimmt bereits erfahren haben (oder es in Zukunft noch tun), wie das Verfassen eines Artikels oder das Drehen eines Videos dich zum Nachdenken bringt. Und Hinterfragen deiner eigenen Einstellungen dem Leben gegenüber.

Dieses Video hat genau dies getan. Und so hoffe ich, dass auch Du das nächste Mal, wenn Du nicht weißt, wo Du mit deiner To-Do-Liste beginnen sollst, dich an diese Zeilen und das Video erinnerst. Das Leben ist kein Wettrennen. Um im Spiel zu bleiben und zu gewinnen, brauchen wir einen klaren Verstand und emotionale Ausdauer.

Gewinnen bedeutet für mich übrigens kein Gegeneinander. Wir laufen alle miteinander in einem großen Team. Erinnere deine Mannschaftskollegen gerne an diese Worte, wenn sie sie in der nächsten Spielsituation am meisten brauchen.

Wir alle haben unterschiedliche Ziele und Träume. Und genau darum geht es:

Das Erreichen unserer individuellen Ziellinie. Wo auch immer diese genau für dich liegen mag.

 

Heldenhafte Grüße und wundervolle Tagträume wünsche ich dir,

Dein Markus

2 Kommentare

  • Hi Markus!

    Ein wirklich schöner Artikel. Sehr nahe an meiner eigenen Einstellung – und Erfahrungen – dran.

    Wichtig aber auch: Umsetzen!

    Smartphone in die Tonne, TV hinterher und Radio ebenso. Dann ist schon mal viel Platz geschaffen, für das Abschalten. Nagut, Smartphone hole wieder raus, aber wie wäre es mit einem App Verbot oder ‘Totzeiten’?

    Übel ist: Du bist so an die Ablenkung/Zerstreuung und Geschäftigkeit gewöhnt, dass dir erstmal lange gar nicht auffällt, was es mit dir macht und wie es an dir nagt.

    Deshalb musst du bewusst die Bremse reinhauen und den Unterschied spüren.

    Yin und Yan Prinzip funktioniert für mich wunderbar…

    Sich gezielt belasten, stellt kein Problem dar – solange du dann auch wieder für ausreichend Erholung und Abstand sorgst (aber nicht erst Jahre später) 😉

    In diesem Sinne, beste Grüße

    Ingmar

    • Heldendrang

      Antworten Antworten 30. Januar 2017

      Hey Ingmar,

      besten Dank für deine Worte 🙂

      “Sich gezielt belasten, stellt kein Problem dar – solange du dann auch wieder für ausreichend Erholung und Abstand sorgst (aber nicht erst Jahre später)” –> Absolut, ganz ganz wichtig, was Du hier aufführst. Bin da zu 100% bei dir. Leider unterschätzen das Viele…

      Ebenso wie das eigentliche Umsetzen (danke, dass Du es hier nennst!). So spürt man zwar den Druck und das Schnell-Schnell, aber vorankommen tut man am Ende kaum.

      Also, sind wir unserem Körper und Geist ein guter Freund. Ablenkungen weg, Fokus, Tun und Entspannen. Der Weg zum persönlichen Erfolg 🙂 Gute Kombi aus dem Artikel und deinem Kommentar!

      Beste & heldenhafte Grüße zurück,
      Dein Markus

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